KI-Modelle und Datenschutz
schulKI arbeitet mit mehreren KI-Modellen. Welches gerade antwortet, hängt vom gewählten Modus und vom Assistenten ab. Hier erfährst du, worauf du achten solltest.
Der Standardchat: Kreativ oder Privat
Der Schalter „Kreativ / Privat“ vor der ersten Nachricht
- Kreativ: Der „hilfreiche Assistent“ arbeitet mit Claude von Anthropic. Geeignet für Unterrichtsmaterial, Ideen und Texte ohne personenbezogene Daten. Er kann Bilder sehen, Web-Artikel lesen und YouTube-Videos verarbeiten.
- Privat: Der „sichere Assistent“ ist als „datenschutzkonform in Europa“ gekennzeichnet und nutzt Gemma & Qwen. Du erkennst ihn an der grünen Markierung „privat“. Er ist für persönliche oder sensible Inhalte gedacht. Ein Bild-Symbol gibt es hier nicht.
Der private Chat mit dem „sicheren Assistenten“
Den Modus wählst du vor der ersten Nachricht. Danach lässt er sich nicht mehr ändern. Willst du wechseln, startest du einen neuen Chat.
Einsatzidee: Material für den Unterricht (Aufgaben, Erklärungen, Stundenplanung) erstellst du im Modus Kreativ. Einen Elternbrief zu einem Einzelfall oder Feedback zu einer konkreten Schülerarbeit formulierst du im Modus Privat.
Woran erkenne ich das Modell?
Die kleine Zeile unter dem Eingabefeld nennt den Anbieter: „Anthropic kann Fehler machen“, „OpenAI kann Fehler machen“ oder „Gemma & Qwen kann Fehler machen“. Fachassistenten wie der Mathematik-Tutor oder die Didaktikassistenten nutzen teils ein anderes Modell als der Standardchat. Prüfe die Zeile, bevor du sensible Inhalte eingibst.
Modelle beim Erstellen eigener Assistenten
Wenn du einen eigenen Assistenten baust, wählst du in der KI-Konfiguration:
- ChatGPT (USA): zweistufiger, sehr sicherer Jugendschutz, vom Anbieter fortlaufend überprüft.
- Claude (USA): sicherer Jugendschutz, vom Anbieter fortlaufend überprüft.
- Llama (Deutschland): mehrstufiger Jugendschutz, von schulKI und bei der Erstellung überprüft.
- Gemma & Qwen (Niederlande): mehrstufiger Jugendschutz, von schulKI und bei der Erstellung überprüft.
- Perplexity (USA): sicherer Jugendschutz, vom Anbieter fortlaufend überprüft. Passt zu Suchanfragen.
Schnell oder erweitert?
Zu jedem Modell gibt es eine schnelle und eine erweiterte Variante. Die erweiterte antwortet ausführlicher und besser, braucht aber länger und verbraucht mehr Token. Je nach Modell kostet sie ein Vielfaches: Bei Chats mit Claude etwa das Sechsfache, bei ChatGPT und Perplexity das Neunfache der schnellen Variante. Die aktuellen Faktoren stehen in deinem Konto unter Mitgliedschaft verwalten (siehe Token).
- Im Chat: Mit „Noch einmal versuchen“ erzeugst du eine neue Antwort, mit „Anderes KI-Modell versuchen“ eine Antwort mit einem anderen Modell.
- Im Freigabeschlüssel: Du entscheidest, ob Lernende fortgeschrittene KIs und Bildgenerierung nutzen dürfen (siehe Freigabeschlüssel).
- Bilder und Medien: Auch hier gibt es Schnell und Fortgeschritten (siehe Bild-KI und Medien).
Datenschutz in Kürze
- Im Modus Kreativ gibst du keine personenbezogenen Daten ein, also keine Namen, Noten oder Beurteilungen einzelner Lernender.
- Für personenbezogene Daten nutzt du den Modus Privat und brauchst außerdem einen Auftragsverarbeitungsvertrag deiner Schule (siehe Schulen und Träger).
- Frage im Zweifel deine Datenschutzbeauftragte oder deinen Datenschutzbeauftragten.
Probier es heute aus: Stelle dieselbe Frage einmal im Modus Kreativ und einmal im Modus Privat, zum Beispiel „Erkläre die Fotosynthese für Klasse 6“, und vergleiche Stil und Länge der Antworten.
Häufige Fragen
Welches Modell ist das beste?
Das hängt von der Aufgabe ab. Für Unterrichtsmaterial liefert der Standardchat sehr gute Ergebnisse. Für sensible Inhalte ist der private Modus gedacht. Probiere im Zweifel „Anderes KI-Modell versuchen“.
Warum antworten Assistenten unterschiedlich?
Jeder Assistent hat eine eigene Anweisung und teils ein eigenes Modell. Ein Tutor gibt Hinweise, ein Planungsassistent liefert Tabellen.
Was bedeuten die Länderflaggen bei den Modellen?
Sie zeigen, wo das Modell betrieben wird. Das spielt für den Datenschutz eine Rolle.